Die Verwandlung der Mittelmeerwelt by Franz Georg Maier

By Franz Georg Maier

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U.S. Navy Floatplanes of World War II in Action

Ahead of the appearance of radar and different digital units aboard warships, the roles of looking for the enemy and recognizing naval gunfire fell to the floatplane scouts. those small 1- and 2-seat catapult-launched airplane served aboard US army ships because the eyes of the fleet until eventually mid-1949. such a lot battleships carried as much as four floatplanes; cruisers with plane hangars may accommodate as many as eight plane; destroyers, while appropriate, have been restricted to just 1 floatplane.

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Es war eine verhältnismäßig späte Erscheinung im Leben der Kirche, abgesondert von den Laien durch den Anspruch auf Verwirklichung strengster christlicher Ideale, von der organisierten Großkirche zunächst durch Unabhängigkeit von deren Hierarchie, immer aber durch eigene Lebensformen. In Ägypten zogen sich unter dem prägenden Einfluß des ›Mönchsvaters‹ Antonius (gest. um 356) nach der uralten christlichen Tradition der privaten Askese einzelne Christen in Höhlen und Zellen am Rande der Wüste zurück, um den Freuden und Versuchungen der ›Welt‹ zu entsagen.

Das Edikt partieller Toleranz für den christlichen Glauben, das Galerius 311 in Serdica erlassen mußte, bedeutete das Eingeständnis, daß eine Ausrottung der Christen ebenso unmöglich war wie ein Erzwingen ihrer religiösen Loyalität. Das Edikt verpflichtete die Christen lediglich zu tun, was sie im Grunde nie verweigert hatten: für Bestand und Wohlergehen des Reiches zum christlichen Gott zu beten. Constantins erster religionspolitischer Schritt, das 313 gemeinsam mit Licinius erlassene ›Edikt von Mailand‹, bestätigte nur das galerische Toleranzedikt und faßte es genauer.

Die staatliche Religionspolitik war im 4. Jahrhundert – von kurzen Ausnahmen abgesehen – durchaus tolerant. Zwangsbekehrungen gab es nur sporadisch; das gleiche gilt von Maßnahmen fanatischer Mönchshaufen und Bischöfe gegen heidnische Heiligtümer und Glaubensgemeinschaften. Auch ein indirekter Druck bestand nicht, denn im öffentlichen Dienst hatten Heiden durchaus noch Aufstiegschancen, wie die frühe Laufbahn Augustins zeigt. Constantin begünstigte zwar eindeutig die Kirche; diese Neigung des Herrschers mag für viele Grund genug gewesen sein, in einer gesellschaftsfähig gewordenen Kirche mitzumachen.

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