Der Holocaust im Spiegel sozialwissenschaftlicher Theorie: by Eva Gros

By Eva Gros

​Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf den Holocaust sind stets mit Paradoxien konfrontiert, die dem Forschungsgegenstand geschuldet sind. Eva Gros stellt diese Paradoxien anhand einer exemplarischen examine dar und legt sie der Entwicklung eines Modells zur systematischen Bestimmung sozialwissenschaftlicher Bezugnahmen auf den Holocaust zugrunde. Die Autorin analysiert vorliegende Ansätze entlang der jeweiligen Perspektivierungen von Täterschaft, der Frage nach ethical und den identifizierten Implikationen des Holocaust als traumatisches Ereignis. Anhand der bisher nicht eingelösten Strukturierung sozialwissenschaftlicher Perspektiven auf den Holocaust werden diese als selbstreflexive Versuche erkennbar, geeignete Zugänge zu entwickeln und dem Holocaust als Forschungsgegenstand gerecht zu werden.

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Des Holocaust ergeben, zu verfolgen. Michaela Christ diagnostizierte 2011, von wenigen Ausnahmen abgesehen, eine randständige Existenz des Themas innerhalb der Soziologie. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges habe es bis in das Jahr 2011 lediglich 6 Beiträge zum Thema Nationalsozialismus und Holocaust im Rahmen aller Soziologentage bzw. Kongresse der DGS gegeben (vgl. Christ 2011: 410). : 409). Entlang einer wissenschaftsgeschichtlichen und einer an zentralen Paradigmen des Faches orientierten Argumentationslinie zeigt Michaela Christ Ursachen für die ihres Erachtens problematische Situation auf.

Die mangelnde Unterstützung der Erforschung der Hysterie lässt sich aus der Sicht Hermans als Beförderung des Schweigens über die Berichte der Betroffenen deuten. Die Erforschung von Traumatisierungen konfrontiert die Forschenden stets mit schwer zu verarbeitenden Inhalten und Geschehnissen. Den Traumatisierungen liegen Ereignisse zugrunde, über die zu berichten niemandem leicht fällt. Gehen Traumatisierungen jedoch auf menschliches Handeln zurück, so ergibt sich für alle, die mit dem Trauma konfrontiert werden, eine Situation, in der es nicht mehr möglich ist, neutral zu bleiben: Selbst ein neutraler Berichterstatter ist „im Konflikt zwischen Täter und Opfer gefangen.

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